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Maria Riesch ohne Medaille im Super-G – Doping im Biathlon

Dienstag, Februar 3rd, 2009

17:26

Die Alpine Ski-WM im französischen Vald’Isere ist eröffnet und gleich gestartet mit einem Paradewettbewerb für Maria Riesch. Riesch, die Einzige potenzielle Medaillenhoffnung des DSV, war große Favoritin auf eine Medaille im Super-G. Am Ende wurde es für die sympatische Garmisch-Partenkirchnerin nur Platz acht. Im letzten Jahr gewann sie noch den Disziplinen-Weltcup im Super-G. Ihr letzter Erfolg liegt allerdings schon 13 Monate zurück.  “Wir hatten insgeheim schon auf eine Medaille gehofft”, sagte Sportdirektor Wolfgang Maier nach dem Rennen. Allerdings sind schlechtere Sichtverhältnisse noch ein Problem für die 24-jährige. Die Verletzungen aus jüngster Vergangenheit schwirren ihr noch im Kopf umher. Sie selbst sieht ihre größten Chancen im Slalom, von denen sie in dieser Saison bereits vier gewann.

Gold ging im ersten Wettbewerb an Lindsay Vonn aus den USA, die zudem die beste Freundin von Riesch ist und sich sehr über das erste WM-Gold mitfreute. Vonn siegte in 1:20,73. Silber ging an Marie Marchand-Arvier (Frankreich, + 0,34 Sek.) und Bronze an Andrea Fischbacher (Österreich, + 0,40 Sek.).

Die Platzierungen der deutschen Läuferinnen:
8. Maria Riesch (Garmisch-Partenkirchen, + 1,71 Sek.) – 10. Viktoria Rebensburg (Kreuth, + 2.07 Sek.) Gina Stechert (Oberstdorf) schied aus.

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Kaum hat der unssägliche Dopingmissbrauch dem Radsport großen Schaden in Deutschland zugefügt, trifft es erneut eine deutsche Leidenschaft – Biathlon. Wichtig vorweg, deutsche Biathleten sollen nach Aussage des DSV nicht betroffen sein. IBU, der Biathlon-Weltverband, bestätigte mehrere positive A-Proben, vermied es aber Ross und Reiter zu nennen. Die betroffenen Athleten haben nun erst die Möglichkeit die B-Probe öffnen zu lassen.
Der früherer Weltklasse-Biathlet Wladimir Dratschev bestätigte allerdings, dass es sich um russische Top-Fahrer handeln soll.. Namen nannte auch er nicht, sie würden ihm allerdings vor liegen. Zwei Frauen und ein Mann sollen im Dezember 2008 positiv auf Blutdoping-Substanzen getestet worden sein.
Blutdoping ist für den russischen Sport kein Neuland. Das kürzlich verstorbene Eishockey-Talent Cherepanov war zwar an einer Herzkrankheit auf dem Eis gestorben, betrieb jedoch auch Blutdoping.
Den Biathleten droht eine zweijährige Sperre und die Aberkennung aller Rennergebnisse dieser Saison. Und somit erliegt eine weitere Sportart ein weiteres Mal der Willkür.