Kati Wilhelm - Gold im Biathlon-Sprint
14.2.2009 von Kukksi Sportredaktion - Michael Koch.
16:55
Acht Jahe ist ihr letzter WM-Sieg vergangen - im südkoreanischen Pyeongchang war es wieder soweit - sie gewann den Titel im Sprint. Ohne Fehler am Schießstand, setzte sie sich mit einer starken Laufzeit an die Spitze des Feldes. Dezimiert durch den Ausschluss zweier russischen Dopingsünder, wurde die deutsche Mannschaft als großer Favorit gehandelt. “Eine kommt schon durch”, so der allgemeine Tenor. Es wurden gar Zwei. Simone Hauswald, gebürtige Südkoreanerin, gewann die Silbermedaille für das deutsche Team. Sie komplettierte den perfekten Start und erreichte zudem ihr bestes Ergebnis ihrer Karriere.
Bei den Herren gab es im Sprintrennen eine Demonstration der norwegischen Läufer. Gleich die ersten vier Plätze gingen nach Norwegen, wo Ole-Einar Björndalen den Weltmeistertitel gewann. Auf die Plätze kamen Lars Berger und Halvold Hanevold. Bester Deutscher am Ende, Michael Rösch auf Platz sieben.
Maria Riesch Weltmeisterin im Slalom
14.2.2009 von Kukksi Sportredaktion - Michael Koch.
16:35
Endlich hat sie es geschafft! Nach vielen Verletzungen und Enttäuschungen ist Maria Riesch am Gipfel ihrer Karriere angekommen. Die 24-jährige Partenkirchnerin ist neue Weltmeisterin in ihrer Paradedisziplin, dem Slalom. Im ersten Durchgang sah es nicht nach einer Medaille aus, sie belegte Rang sechs. Doch wer die sympatische Bayerin kennt, der wusste, dass sie es noch möglich machen könnte, eine Medaille zu gewinnen. Und sie machte es möglich. Mt einem beherzten zweiten Durchgang (Laufbestzeit), setzte sie sich an die Spitze des Feldes, vor die Finnin Poutianinen.
Nun begann das bange Warten im Ziel, ob es für Edelmetall reichen würde. Die fünft- und viertenplatzierten Läuferinnen, konnten Riesch Zeit nicht toppen. So startete die drittplatzierte Französin, unter den Augen von Staatschef Sarkozy, um die Deutsche schlagen zu können. Doch ein grober Fehler im Mittelteil wurde ihr zum Verhängnis, die Französin verlor 25 Sekunden, brachte den Lauf dennoch zu Ende. Doch somit hatte Riesch Bronze sicher. Nun stand ihre Freundin, Doppelweltmeisterin Lindesy Vonn auf dem Startpodest. Doch nach nur wenigen Metern rutschte die US-Amerikanerin aus - Silber für Riesch!
Showdown dann mit dem Start der Erstplatzierten Manuela Mölgg, Italien. Auch sie zeigte eine aggressive Fahrt und verlor nicht viel ihres komfortablen Vorsprungs. Wenige Sekunden vor dem Ziel, ließ sie jedoch eine Stange aus und schied aus - Gold für Maria Riesch.
“Es hat selten so eine verdiente Weltmeisterin gegeben wie sie”, freute sich Trainer Mathias Berthold nach dem Rennen. Selbst ihre Konkurrentinnen freuten sich mit ihr und gratulierten ihr zu ihrem bisher größten Erfolg.
Ergebnis: WM-Slalom der Damen in Val d’Isere:
Gold: Maria Riesch (Partenkirchen) 1:51,80 Minuten (55,63 Sekunden/56,17)
Silber: Sarka Zahrobska (Tschechien) 1:52,57 (55,47/57,10)
Bronze: Tanja Poutiainen (Finnland) 1:52,89 (55,91/56,98)
4. Denise Karbon 1:52,90 (55,95/56,95), 5. Nicole Gius (beide Italien) 1:52,93 (56,75/56,18), 6. Denise Feierabend (Schweiz) 1:53, 49 (56,46/57,03), 7. Ana Jelusic (Kroatien) 1:53,67 (56,04/57,63), 8. Fanny Chmelar (Partenkirchen) 1:53,76 (56,62/57,14), 9. Anja Pärson (Schweden) 1:53,78 (57,09/56,69), 10. Aline Bonjour (Schweiz) 1:53,84 (56,83/57,01), … 18. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) 1:55,89 (58,42/57,47). - ausgeschieden im 1. Lauf: Susanne Riesch (Partenkirchen)
Schwaches Hoffenheim unterliegt Leverkusen
14.2.2009 von Kukksi Sportredaktion - Michael Koch.
01:12
Bayer 04 Leverkusen war der zweite Gast in der neuen Spielstätte der TSG Hoffenheim, der Rhein-Neckar-Arena. Sie gehen gleich in die Geschichte, konnten sie doch als erste Mannschaft drei Punkte entführen. 30100 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, die Gäste erstürmten die Arena in meisterlicher Manier. Patrick Helmes (3.) und Simon Rolfes (12.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Salihovic ließ kurz Hoffnung aufkommen 1:2 (31.), doch noch vor der Pause der K.O. für den Tabellenführer. Patrick Helmes traf noch in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts, 1:3.
Nach einer lauten Kabinenpredigt von Hoffenheim-Coach Rangnick, wollten die Blauen noch einmal ihre bisherige spielerische Brillianz aufblitzen lassen, doch die Hoffnungen wurden jäh zerstört. Gonzales Castro brachte die Leverkusener mit 1:4 (48.) in Front. Hoffenheim hatte nach dem Treffer, wo Hildebrandt nicht ganz schuldlos wirkte, wenig entgegenzusetzen. Zu souverän aber auch die Mannen von Bruno Labbadia. Jegliche Angriffsbemühungen, vermochten sie im Keim zu ersticken, so dass am Ende Bayer 04 als verdienter Sieger das Feld verließ.
Für Hoffenheim könnten schwere Zeiten anbrechen. Es wird zwar noch tiefgestapelt bei Rangnick und Co., doch die Tendenz zeigt klar nach unten. War der Sieg gegen Cottbus bereits glanzlo, folgte ein glückliches Remis in Mönchengladbach und nun die erste Heimniederlage.
Morgen spielen Hertha Berlin und Bayern München im Berliner Olympiastadion - der Sieger wird Tabellenführer werden.