Archive für 3.5.2009

Heim-WM 2010 rettet vor Abstieg - DEB-Kufencracks desolat

16:00

Es fing mit einer erwarteten Niederlage gegen Weltmeister Russland an. Es folgte ein kampfbetontes, spannendes Spiel gegen Gastgeber Schweiz, das erst in der Overtime verloren wurde. Was dann folgte, kam einem Offenbahrungseid gleich. 1:2 gegen Frankreich und ab in die Abstiegsrunde. Dort startete man mit einem unsäglichen 1:3 gegen Dänemark und vor wenigen Minuten war eine historische Niederlage Gewissheit. Mit 0:1 verlor man erstmals nach 75 Jahren ein WM-Spiel gegen den Nachbarn aus Österreich. Ohne Biss, ohne Glück, ohne Können? Einzig Keeper Dimitrij Pätzold ist es zu verdanken, nicht höher verloren zu haben. Doch wo liegen die Gründe? Hirarchische Mißstände sind ausgemacht. Führungsspieler wie Jochen Hecht oder Christoph Schubert, die dies zumindest sein sollten, waren es nicht, da zu sehr mit eigenen Problemen zur Weltmeisterschaft gereist. Hecht selbst mit einer seiner schwächsten Saison in der NHL. Schubert ebenfalls oft auf der Tribüne, zeigte mehr Schatten statt Licht. Sie waren nicht im Stande die in ihnen gesetzte Hoffnung umzusetzen - waren stets bemüht, konnten die Niederlagen jedoch nicht ansatzweise abwenden.
Doch den Mißerfolg an diesen Beiden festzumachen wäre frech, vielmehr müssen strukturelle Veränderungen her. Veränderungen die Trainer Krupp oder auch Vizepräsident Kühnhackl lange fordern - mehr Deutsche in den Vereinen der DEL. Seit 2008 dürfen nur noch zehn Legionäre in der DEL auflaufen. “Zu viel”, so Krupp und Kühnhackl, die eine adäquate Quote bei maximal fünf bis sieben Legionären sehen. Alles zum Wohl des deutschen Eishockeys, was sich im Umkehrschluss auch für das DEB-Team auswirken würde. Eins ist klar. Ein Jahr und 4 Tage vor Beginn der WM in Deutschland, liegt das Eishockey im Gastgeberland 2010 am Boden.

Edin Dzeko hält Wolfsburg im Titelrennen - Bayern glanzlos

13:45

Borussia Dortmund eilt von Sieg zu Sieg. Mit dem sechsten Erfolg in Folge (Vereinsrekord eingestellt - Tore durch Zidan und Valdez), halten die Westfalen starr die Augen auf die UEFA-Cup Ränge. Das Problem dabei, aus eigener Kraft können sie es nicht schaffen. Sie müssen auf Ausrutscher der Gegner hoffen. Der erste Konkurrent hat sich gestern nahezu verabschiedet. Schalke 04 unterlag in der heimischen Veltins-Arena Bayer Leverkusen (Tore: Kuranyi - Helmes, Renato Augusto). Schalke hat nunmehr fünf Zähler Rückstand auf den Hamburger SV, das erst heute gegen Hertha Berlin spielt. Zwei Punkte nur der Rückstand des BVB auf Platz 5, wohlwissend, dass sich Hamburg und Berlin selbst Zähler abnehmen werden. Am kommenden Wochenende reist der Tabellenletzte nach Dortmund - der Karlsruher SC.
Karlsruhe verpasste den Big Deal. Nach dem überraschenden Sieg in Leverkusen, hatten sie im Wildpark die Chance gegen Cottbus den letzten Platz zu verlassen - vertan. Torlos trennten sich die beiden Abstiegskandidaten, niemand gelang der Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Den schaffte auch nicht Arminia Bielefeld. Nachdem Bochum gegen Hannover am Freitag unterlag, hätten die Bielefelder mit einem Sieg gegen Stuttgart, vor Bochum rücken können - .auch vertan. Abgeklärt und spielstark präsentierte sich der VfB in Bielefeld. Doch nach fünf Siegen reichte es nur zu einem Remis. Delpierre 0:1 und Hitzlsperger 1:2 für die Gäste, Katongo 1:1 und Munteanu zum 2:2 für die Arminia. Bielefeld belegt somit Relegationsrang 16 mit 26 Punkten. Dahinter Mönchengladbach mit 24 Zählern.
Mönchengladbach bestritt Spiel 1 nach Klinsmann in der Münchner Allianz-Arena. Ausgerechnet unter der Führung von Don Jupp, Josef Heynckes, musste die Borussia den schweren Gang antreten. Der Double-Gewinner aus 2008 tat sich sehr schwer, ging jedoch durch Schweinsteiger in Führung. Das Daems die Führung kurz darauf egalisieren konnte per Elfmeter, ließ große Hoffnung aufkommen. Diese zerstörte Atintop nur vier Minuten später (42.). Das wars. München stets bemüht, ohne das nötige Fortun. Es blieb beim 2:1, Gladbach weiter drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt.
Das hat die TSG Hoffenheim längst erreicht, durch eine famose Hinrunde. Doch der Herbstmeister ist weit ab meisterlich zu spielen. Mit 45 Punkten auf dem Konto ist weder nach unten, noch nach oben was möglich. Ganz anders der VfL Wolfsburg. Meisterlich in der zweiten Halbzweit das von Felix Magath trainierte Team. Der umworbende Coach konnte sich auf sein Sturmduo verlassen, dass die Tore 39 bis 42 erzielte. Edin Dzeko (3) mit einem Hattrick binnen 13 Minuten und Grafite besiegelten die fünfte Niederlage für Hoffenheim in der Rückrunde. Der VfL Wolfsburg belegt weiter Rang 1 mit nunmehr 60 Punkten, drei Zähler vor den Bayern.

Das Restprogramm der Titelanwärter:

VfL Wolfsburg (60): VfB Stuttgart (A), Borussia Dortmund (H), Hannover 96 (A), Werder Bremen (H)
Bayern München (57): Cottbus (A), Leverkusen (H), Hoffenheim (A), VfB Stuttgart (H)
VfB Stuttgart (55): Wolfsburg (H), Schalke 04 (A), Cottbus (H), Bayern München (A)
Hertha Berlin (55): Hamburger SV (A), Bochum (H), Köln (A), Schalke 04 (H), Karlsruhe (A)
Hamburger SV (54): Hertha Berlin (H), Bremen (A), Bochum (H), Köln (H), Frankfurt (A)

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