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Noch im Mai diesen Jahres hatte die Alte Dame aus Berlin die Möglichkeit Deutscher Meister zu werden. Am Ende ging der Hertha die Luft aus, das Geld sowieso. Aufgrund fehlenden Geldes verließ, oder musste, Andrej Voronin den Verein verlassen. Er, der mit 11 Toren großen Anteil am Berliner Höhenflug hatte, heuerte wieder in England an, woher er ausgeliehen war. Vielleicht trug auch seine Rote Karte am 27.Spieltag dazu bei, das er gehen musste, da er in den entscheidenden Spielen fehlte. Neben ihm verließen auch Marko Pantelic (Ajax Amsterdam) und Josip Simunic (TSG Hoffenheim) den Verein. Artur Wichniarek holte man aus Bielefeld zurück. Der Pole allerdings spielt glanzlos schwach und ist noch ohne Torerfolg nach sechs Spieltagen. Der Berliner Sturm ist noch ohne Torerfolg und findet zur Zeit nicht statt. Das Mittelfeld ackert, aber spielt ideenlos. Einzig Gojko Kacar setzte einige Ausrufezeichen, konnte sogar zweimal einnetzen. Ob Cicero, Nicu oder Pisczeck, dem Mittelfeld fehlt es noch an Kreativität und Spielwitz. Zu ausrechenbar ist die Hertha, was besonders beim 0:4 daheim gegen Aufsteiger Freiburg sichtbar wurde. Da die Abwehr ebenfalls einige Wackler im Spiel hat in dieser Saison, sich jetzt auch noch Keeper Drobny verletzte, ist die Mannschaft völlig unsicher. Da kann doch ein Pokalspiel gegen einen Zweitligisten nur zur rechten Zeit kommen!? Mitnichten. Statt sich neue Sicherheit und Stabilität zu holen, knickte die Hertha auch hier ein. Schnell lag man 0:2 zurück, zwang sich ins Spiel zurück und scheiterte letztendlich im Elfmeterschießen. Hierbei und auch während des Spiels, war es der frühere Berliner Keeper Gabor Kiraly, der mit glänzenden Paraden für das Berliner Aus sorgte.
Lucien Favre, seit zwei Jahren Trainer, sieht die Situation als Herausforderung an. Ob er das allerdings noch lange kann, bleibt weiter fraglich. Am kommenden Sonntag reist Berlin zur TSG Hoffenheim, sicherlich kein Aufbaugegner. Die Gesetze des Fußballs sind so, kein Erfolg = Trainer weg. Wenngleich Favre einen guten Job bei der Hertha macht, wenngleich eine Entlassung viel Geld kosten würde, dann wird auch das Favre nicht schützen…es sei man gewinnt in Hoffenheim. Man kann es den Berlinern nur wünschen, ohne despektierlich gegenüber den Hoffenheimern zu wirken. Auf gehts Hertha!