
JAHRESRÜCKBLICK. Vier Wochen, 56 Spiele und zwei Überraschungsmannschaften, die im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stehen. Es gab viele Überraschungen, viele Emotionen, zahlreiche Tore und auch Kritik wurde geäußert, besonders bei den Schiedsrichterleistungen. Die großen Favoriten sind teilweise zeitig ausgeschieden, zum ersten Mal fand eine Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika statt und die deutsche Elf hat eine grandiose Leistung abgeliefert. Vier aufregende Wochen – Vier Wochen, die die Welt in einen Ausnahmezustand versetzten. Vier Wochen, die Südafrika prägten und nie in Vergessenheit gerät. Die Fußball-WM 2010: Kukksi blickt zurück …
“Sport hat die Macht, Menschen zu inspirieren und zusammenzuführen. Der Fußball genießt in Afrika große Popularität und nimmt einen besonderen Platz in den Herzen der Menschen ein. Daher ist es so wichtig, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet”, hatte der 91-jährige Friedensnobelpreisträger und erster schwarzer Präsident des einstigen Apartheid-Staates Madiba in einer Videobotschaft anlässlich der WM-Gruppenauslosung vor dem Sportevent gesagt.
Die Landschaften sind in Südafrika unvergleichlich. Wüsten, endlose Trockensavannen, Buschland, Regenwälder, Lagunen und Feuchtgebiete, Hochplateaus, Mittelgebirge mit fruchtbaren Tälern und bizarre Hochgebirge: Südafrika ist eine Faszination und hat unglaublich viel Natur zu bieten. Mehr als 2.000 Kilometer Küste bietet das Land, traumhafte Strände und den Sonnenuntergang hält man in Südafrika immer in Erinnerung. Im Osten mild und mediterran, im Nordosten tropisch und warm: Auch das Klima bietet Abwechslung – Und es gibt dank der WM in dem Land, welches sich großartig entwickelt, zahlreiche Stadien.
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Doch nun ein Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft selbst. Großartige Mannschaften, grandiose Tore und spektakuläre vier Wochen – Der ganze Planet hat mit dem schwarzen Kontinent mitgefiebert. Sicher wäre es schön gewesen, wenn auch afrikanische Mannschaften weiter gekommen wären. Viele Favoriten wurden ihrer Rolle nicht gerecht – Doch einer ist ganz sicherlich Favorit: Spanien. Die spanische Nationalmannschaft ging vor der Fußball-WM als Favorit ins Turnier und wurde seinem Namen auch gerechnet, heute spielt die Mannschaft im Finale gegen die Niederlande.
Deutschland hat eine spektakuläre Fußball-WM hinter sich – Wenn da nur nicht Spanien gewesen wäre. Der grandioseste Auftritt der deutschen Nationalmannschaft war wohl gegen Argentinien, denn dort gewannen die Spieler von Joachim Löw mit einem unglaublichen Ergebnis von 4:0. Doch die eigentlichen Favoriten – Wo blieben sie? Frankreich, Italien, Argentinien und Brasilien sind zeitig aus dem Turnier ausgeschieden. Überraschungsmannschaften wie Uruguay oder auch die Niederlande schafften den weiten Sprung – Auch die letzte afrikanische Hoffnung Ghana war weit, musste letztendlich doch gehen und hat es nicht ins Halbfinale geschafft.
Südafrika hat eine Tradition – Zur Freude der Bevölkerung, zum Ärgernis der Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt. Es handelt sich um die Vuvuzela, es gab viel Kritik, aber auch in Deutschland ist der “Vuvuzela-Boom” ausgebrochen – Natürlich in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Deutschland bebte vier Wochen lang, besonders auf der Fanmeile auf der Straße des 17. Juni in Berlin. Hunderttausende Fans sorgten für Stimmung, aber nicht nur in Berlin, in jeder deutschen Großstadt herrschte zu den Deutschlandspielen beim Public Viewing Ausnahmezustand. Während Südafrika Höchstwerte von 15 Grad erreichte und am Abend sogar fast in den Frostbereich rutschte, schnupperte die Bundesrepublik an der 40-Grad-Marke.
Das Fernsehen dominierte die Bundesrepublik und es wurde der Fernsehrekord gebrochen: Das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien sahen über grandiose 31 Millionen Zuschauer, nicht eingerechnet sind huntderttausende Fans, die die Spiele beim Public Viewing verfolgten. ARD, ZDF und RTL haben die Fußball-WM über die Bildschirme flimmern lassen. Doch es gab auch Kritik: Beim ZDF versprach sich die Moderatorin und hat ein Tor von Miroslav Klose als “innerer Reichsparteitag” bezeichnet und beherrschte die Schlagzeilen der deutschen Medien – Das ZDF entschuldigte sich, der Versprecher war natürlich nicht absichtlich. In der ARD hingegen ist der bekannteste Fußball-Experte aller Zeiten gegangen: Beim Spiel um den dritten Platz zwischen Deutschland und Uruguay war zum letzten mal Günter Netzer zu sehen.
Natürlich darf die Musik bei einer WM nicht fehlen – Es gab soviele WM-Songs wie noch nie zuvor. Überall auf den Straßen, in Cafes, Kneipen, beim Public Viewing oder auch zu Hause: Die Songs zur Fußball-WM gehörten einfach dazu. Der bekannteste Hit ist wohl “Schland O Schland” von “Uwu Lena” und traf den Nerv der Nation. Aber auch Shakira, K`Naan und zahlreiche andere Künstler waren mit den WM-Songs erfolgreich.
Deutschland – Für die deutschen Fans ist die DFB-Elf der Weltmeister der Herzen. Besonders große Beliebtheit bei den Fans besitzt auch Nationaltrainer Joachim Löw. Es wurde ein deutscher Held bei dieser Fußball-WM geboren: Thomas Müller. Der 20-jährige hat für die deutsche Nationalmannschaft Geschichte geschrieben und war der Torschütze Nummer eins. Kritik wird in der Hinsicht geäußert, dass die deutsche Nationalmannschaft nicht mit den Fans in Berlin auf der Fanmeile feiern wird.
Deutschland – Und besonders der schwarze Kontinent wird diese Fußball-WM nicht vergessen. Südafrika war ein wunderbarer Gastgeber – Die Kritik an Südafrika im Vorfeld war eher nur herbeigezogen. Im Jahre 2014 findet die Fußball-Weltmeisterschaft im Land des fünffachen Weltmeisters Brasilien statt.
DER KOMPLETTE JAHRESRÜCKBLICK “2010! Ein Jahr – Eine Geschichte – Große Emotionen” in drei Teilen: TEIL 1, TEIL 2 und TEIL 3.
