Archiv der Kategorie Ballsportarten

Handball-EM: Deutschland verliert Auftakt gegen Polen 25:27

20:21

Innsbruck (dts). Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das erste Spiel der Europameisterschaft gegen Polen verloren. Die Deutschen unterlagen dabei die Nachbarn aus Polen mit 25:27. In den anderen Gruppenspielen konnte sich Russland gegen die Ukraine durchsetzen, Dänemark gewann das erste Spiel gegen die Gastgeber aus Österreich. Morgen tritt die DHB-Auswahl um 18:30 Uhr gegen Schweden an.

Dirk “Superlativ” Nowitzki

16:15

Basketball - Dirk Nowitzki ist in der Welt der renomierten Sportarten der beste deutsche Export. Der für Dallas spielende Würzburger jagt einen Rekord nach dem anderen. Heute Nacht gelang ihm ein Husarenstück. In seinem 876. NBA-Spiel übertraf Dirk Nowitzki die 20000-Punkte-Marke. Er ist erst der 34. NBA-Akteur dem das gelang, zudem der erste Europäer der soviele Punkte einheimsen konnte.
Der 31-jährige zeigt sich gewohnt bescheiden, “In 20 Jahren wird es eine große Leistung sein. Ich werde darauf zurückblicken und stolz sein. Doch momentan zählt es gar nichts”, so Nowitzki. Zudem wurde Nowitzki zum neunten Mal ins All-Star-Game berufen, was vor ihm noch keinem ausländischen Spieler gelungen ist. Neben dem Deutschen gibt es zur Zeit nur noch vier weitere aktive Akteure die 20000 Punkte erworfen haben - Shaquille O’Neal (Cleveland Cavaliers), Allen Iverson (Philadelphia 76ers), Kevin Garnett und Ray Allen (beide Boston Celtics) sowie Kobe Bryant (Los Angeles Lakers).

Fusion im Zweitligahandball - Kukksi regional

11:35

Um die Spitze im Handball zu erklimmen benötigt es vor allem eins - Geld. Während die absoluten Spitzenvereine wie Kiel oder Flensburg mit einem Etat von über 10 Millionen € arbeiten, so ist das Gefälle des Etats selbst in der Bundesliga ungleich hoch. Was aber tun, wenn man einen ambitionierten Zweitligaklub führt, auf der Suche nach Geld und neuer Halle aber scheitert? Man zieht sich entweder zurück aus dem Aufstiegskampf oder man geht einen gant anderen Weg - man fusioniert!
So geschieht es dieser Tage im westfälischen Ahlen und Hamm. Die beiden Städte liegen 12 Kilometer auseinander. Hamm, zur Zeit Erster der 2.Liga, Ahlen Dritter. Vor einem Jahr wurde in Hamm eine neue Spielstätte eröffnet. Die Maxipark-Arena fasst 2800 Zuschauer, die alte Ahlener Friedrich-Ebert-Halle nur 1100 Zuschauer. Nun, da beiden die letzten Mittel zu einer möglichen Etablierung in der 1.Liga fehlen, kam man auf die Idee zu fusionieren. Der Plan sieht vor, dass man den ASV Hamm (1 Verlustpunkt) als Aufsteiger auserkoren hat, da die jetzige Ahlener SG drei Verlustpunkte aufweist. So sollen im Winter die besten Ahlener Akteure nach Hamm wechseln und für einen sicheren Aufstieg sorgen. Man spricht da aber nur von zwei Spielern (Lammers und Pries). Im Gegenzug sollen einige wenige Hammenser Akteure zur Ahlener SG wechseln. Pikant dabei, dass Ahlen und Hamm im laufenden Ligabetrieb noch zweimal aufeinandertreffen. Sollte der Aufstieg funktionieren sollen die Spiele in Liga 1 in Hamm stattfinden. Der einjährige Auftritt in Liga 2 des neuen Fusionsklubs, der HSG Ahlen-Hamm heißen wird, soll in Ahlen ausgerichtet werden. Danach muss die zweite Mannschaft in die Regionalliga zwangsabsteigen.

Noch sind alle Informationen und Pläne frisch. Die Fans der Ahlener SG (1000 Zuschauer im Schnitt) sind weitestgehend gegen eine Zusammenführung, sehen aber auch die Wichtigkeit einer wirtschaftlichen Verbesserung. Trotzdem, die Fans aus Ahlen und Hamm sind sich nicht besonders freundlich gesonnen, was sich auch auf “Zuruf” nicht gleich ändern dürfte. Unterm Strich bleibt stehen, dass die Entwicklungen im Sport zum Leidwesen der Fans sehr bedenklich sind. Geld regiert den Sport. Dieser schnelle Wandel der letzten Jahre ist unumkehrbar. Wer erfolgreichen Sport sehen will, muss Grenzen durchbrechen. Selbst wenn die Grenze sogar höchst emotionell und fragwürdig zugleich ist. Im holländischen Fußball beispielsweise sollen Roda Kerkrade und Fortuna Sittard zum FC Limburg fusionieren. Dies verhinden zur Zeit rivalisierende Hooligan-Gruppen.

Boll/Süß zum dritten Mal Europameister

23:10

Tischtennis - Das deutsche Tischtennis-Spitzendoppel Timo Boll (Düsseldorf) und Christian Süß (Ahlen) ist zum dritten Mal in Folge Europameister geworden. Vor 6000 begeisterten Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Halle, gewannen die Deutschen das Finale mit 4:2 Sätzen. Als Verlierer musste das polnische Duo Wang Zeng Yi und Lusjan Blasczyk die Platte verlassen. In der über 50 jährigen EM-Geschichte, ist der Dreifach-Triumph einzigartig. Die beiden für Düsseldorf spielenden Deutschen gewannen ein hochklassisches Match, weil sie stets die bessere Antwort auf das ebenfalls ansehnliche Spiel der Polen hatten.
Morgen hat Timo Boll zudem die Möglichkeit auch im Einzel den Titel-Hattrick zu schaffen. Gegner morgen um 16 Uhr ist der Däne Michael Maze.

Deutschland verpasst Sensation

6:20

Basketball -  In Abwesenheit von Superstar Dirk Nowitzki, hat die Deutsche-Basketball-Nationalmannschaft die große Sensation knapp verpasst. Bei der EM in Polen, unterlag die Bauermann-Truppe Kroatien in der Zwischenrunde knapp mit 68:70. Coach Dirk Bauermann war nach dem Spiel stolz auf seine Mannschaft. “Das Turnier war ein großer Erfolg für den deutschen Basketball. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir in die Zwischenrunde kommen und dort im letzten Spiel sogar die Chance auf das Viertelfinale haben, das hätte keiner geglaubt”, so Bauermann.