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Kukksi-Sport am Wochenende in Schweden

In eigener Sache

Kukksi-Sport wird am Wochenende in Stockholm verweilen. Ab Freitag finden dort die NHL-Saisonstartspiele statt zwischen den Detroit Red Wings und St.Louis Blues statt. Bei beiden Spielen wird Kukksi vor Ort sein, zudem zwei Fußballspiele und ein Eishockeyspiel der schwedischen Liga besuchen.
In der Nacht von Montag auf Dienstag wird es an dieser Stelle einen Erlebnisbericht geben.

Quo Vadis Hertha BSC Berlin?

06:45

Noch im Mai diesen Jahres hatte die Alte Dame aus Berlin die Möglichkeit Deutscher Meister zu werden. Am Ende ging der Hertha die Luft aus, das Geld sowieso. Aufgrund fehlenden Geldes verließ, oder musste, Andrej Voronin den Verein verlassen. Er, der mit 11 Toren großen Anteil am Berliner Höhenflug hatte, heuerte wieder in England an, woher er ausgeliehen war. Vielleicht trug auch seine Rote Karte am 27.Spieltag dazu bei, das er gehen musste, da er in den entscheidenden Spielen fehlte. Neben ihm verließen auch Marko Pantelic (Ajax Amsterdam) und Josip Simunic  (TSG Hoffenheim) den Verein. Artur Wichniarek holte man aus Bielefeld zurück. Der Pole allerdings spielt glanzlos schwach und ist noch ohne Torerfolg nach sechs Spieltagen. Der Berliner Sturm ist noch ohne Torerfolg und findet zur Zeit nicht statt. Das Mittelfeld ackert, aber spielt ideenlos. Einzig Gojko Kacar setzte einige Ausrufezeichen, konnte sogar zweimal einnetzen. Ob Cicero, Nicu oder Pisczeck, dem Mittelfeld fehlt es noch an Kreativität und Spielwitz. Zu ausrechenbar ist die Hertha, was besonders beim 0:4 daheim gegen Aufsteiger Freiburg sichtbar wurde. Da die Abwehr ebenfalls einige Wackler im Spiel hat in dieser Saison, sich jetzt auch noch Keeper Drobny verletzte, ist die Mannschaft völlig unsicher. Da kann doch ein Pokalspiel gegen einen Zweitligisten nur zur rechten Zeit kommen!? Mitnichten. Statt sich neue Sicherheit und Stabilität zu holen, knickte die Hertha auch hier ein. Schnell lag man 0:2 zurück, zwang sich ins Spiel zurück und scheiterte letztendlich im Elfmeterschießen. Hierbei und auch während des Spiels, war es der frühere Berliner Keeper Gabor Kiraly, der mit glänzenden Paraden für das Berliner Aus sorgte.

Lucien Favre, seit zwei Jahren Trainer, sieht die Situation als Herausforderung an. Ob er das allerdings noch lange kann, bleibt weiter fraglich. Am kommenden Sonntag reist Berlin zur TSG Hoffenheim, sicherlich kein Aufbaugegner. Die Gesetze des Fußballs sind so, kein Erfolg = Trainer weg. Wenngleich Favre einen guten Job bei der Hertha macht, wenngleich eine Entlassung viel Geld kosten würde, dann wird auch das Favre nicht schützen…es sei man gewinnt in Hoffenheim. Man kann es den Berlinern nur wünschen, ohne despektierlich gegenüber den Hoffenheimern zu wirken. Auf gehts Hertha!

Der VfL Wolfsburg wird ganz sicher Deutscher Meister….

22:55

…wenn man gegen den SV Werder Bremen gewinnt. Hört sich leicht an, ist aber vielleicht in diesem Jahr leichter als in den Jahren zuvor. Werder Bremen ist tabellarisch im Niemandsland. Doch das kann auch gefährlich sein, denn sie haben nichts zu verlieren…wären da nicht die zusätzlichen Strapazen aus DFB- und UEFA-Pokal. Frisch zurückgekehrt aus Istanbul, mitsamt der 1:2 Finalniederlage, ist es bekanntlich schwierig für “normale” Bundesligaspiele zu motivieren. Zudem steht nur eine Woche später das DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen an.
Es ist jedoch müßig über Bremen zu sprechen, schließlich hat Wolfsburg vor allem im eigenen Stadio, genügend starke Leistungen abgeliefert. Ohne Niederlage ging man aus diesen Spielen hervor, zudem müsste aufgrund des guten Torverhätnisses, ein Remis reichen und man wäre Deutscher Meister. Bei Unentschieden müsste Bayern gegen Stuttgart (oder andersherum) mit acht, bzw. fünfzehn Toren Unterschied gewinnen. Mit dem Super-Sturm-Duo Grafite und Dzeko (zusammen 51 Tore, einzigartig in Deutschland), hätte die effektivste Offensivabteilung für die Meisterschaft gesorgt. Es allerdings nur darauf zu reduzieren, wäre frech. Schließlich hat Trainer Magath aus einem wilden Haufen, eine Einheit geformt, die in allen Bereichen sehr diszipliniert aufgetreten ist. Der Mix aus Jung und Erfahren passte in dieser Saison, wie bei keinem anderen Team. Der VfL Wolfsburg wäre erstmals und wenn, verdienter Deutscher Meister.
Alternativ stünden Bayern München und VfB Stuttgart Gewehr bei Fuß, sollte Wolfsburg tatsächlich patzen. Das Gefühl Meister zu sein kennen beide Klubs. München ist Titelverteidiger, Stuttgart war zuletzt 2007 Meister. In ihrne Beinen liegt es allerdings nicht, sie müssen selbst gewinnen und dann hoffen. Meist eine unangenehme Konstellation.

Eine weitere offene Entscheidung ist der letzte Platz für den europäischen Wettbewerb. Der Hamburger SV, der bis vor wenigen Wochen noch drei Titel gewinnen konnte, muss bei Eintracht Frankfurt gewinnen. Oder nur einen Punkt holen, sollte Borussia Dortmund in Mönchengladbach verlieren. Dortmund, zuletzt mit acht Siegen in Folge, gilt als Favorit. Jedoch wartet mit den abstiegsbedrohten Gladbachern die schwerere Aufgabe. Mönchengladbach kann und wird um jeden Zentimeter kämpfen.
Das müssen auch Arminia Bielefeld (gegen Hannove) und Energie Cottbus (gegen Leverkusen). Für sie geht es ums nackte Überleben. Während Mönchengladbach ein Punkt zur finalen Rettung reicht, müssen Cottbus und Bielefeld hoch gewinnen und hoffen, dass Dortmund sein Spiel gewinnt. Und dann gibt es auch noch den Karlsruher SC, der es zwar nicht in eigener Hand hat, es aber immer noch schaffen kann. Vorausgesetzt man gewinnt gegen Hertha Berlin und Bielefeld und Cottbus gewinnen nicht. Dann würde am Ende die Relegation für den KSC herausspringen. Alles Wenn und Aber nutzt jedoch im Vorfeld wenig, die Wahrheit liegt auf dem Platz. Am Samstag um 17.20h wissen die Kukksi-Leser mehr.

Die Kukksi-Sportredaktion tippt völlig wertfrei folgende Entscheidungen:

Deutscher Meister: VfL Wolfsburg
Absteiger: Karlsruher SC und Energie Cottbus
Relegation: Borussia Mönchengladbach

Tradition schießt keine Tore….

18:15

Hässliche Plakate und Gesänge brachte den Fans von Borussia Dortmund ein gewisses Unverständnis entgegen. Wann? Beim Gastauftritt in Mannheim, als die gastgebenen Hoffenheimer den BvB mit 4:1 besiegen konnten. Die unpopulären Plakate und beleidigende Gesänge trafen Hoffenheim-Präsident Dietmar Hopp mitten ins Mark, denn einzig und allein ihm galten sie. Gegen einen Plakatisten wollte er strafrechtlich vorgehen, zog seine Klage jedoch zurück.

Doch warum entläd sich die geballte Wut gegen Dietmar Hopp und “seiner” TSG Hoffenheim und von wem? Ist doch klar warum und von wem. Es sind meist Fans von Fußballklubs, die sich als traditionell bezeichnen. Fans die noch heute glauben, dass Fußball des Spaßes wegen gespielt wird. Vorrangig in ihren eigenen Klubs. Nehmen wir weiter die BvB-Fans als Beispiel. Sie sind Fans eines Klubs, der Mitte der 90er Geld regelrecht vernichtete. Das Management holte Spieler wie Möller, Kohler, Cesar, Amoroso oder Sousa, die mit millionenschweren Verträgen ausgestattet wurden und sich dadurch Erfolg kauften und den Verein an den Rand des Ruins wirtschafteten. Die Entscheidungsträger Niebaum/Meier gaben in Massen Geld aus, was am Ende nicht mehr vorhanden war. Als Traditionsklub ist das selbstverständlich duldenswert!?
Doch kaum ist Gras über die frühere komatöse Misswirtschaft gewachsen, nehmen sich grad diese Anhänger heraus über jeden Misston die Keule zu schwingen, der sich konträr des Tradiotionsdenkens bewegt. Ziel der Ausraster Dietmar Hopp, Bundesverdienstkreuzträger aus dem Jahr 1992. Hopp gründete die Softwarefirma SAP und ist seither Milliardenschwer. Aber nicht das zeichnet Hopp aus, Hopp zeichnet aus, dass er eine große gemeinnützige Philosophie verfolgt. Er gründete die Dietmar Hopp-Stiftung und übertrug ihr 70% seines Aktienanteils - der Wert: 4 Milliarden Euro! Aufgaben der Stiftung sind Förderungen in den Bereichen Sport, Medizin, Bildung und Soziales. Zudem unterstützt er mehrere medizinische Projekte. Er engagiert sich da, wo sich Tradition sonst verabschieden würde, beispielsweise im Eishockey in Mannheim. Doch der Fan, der sich gegen das Einkaufen dieser Leute wie Hopp oder Abramowitsch wehrt, sieht all dies nicht. Er sieht nur das Geld, was dazu verwenet wird einen Verein wie Hoffenheim aus dem Boden zu stampfen und sich den Erfolg damit erkaufen möchte. Klar, ist ja legitim, dass mit dem Geld gute Spieler verpflichtet werden. Doch ist das in Hoffenheim wie in Dortmund gewesen. Sind diese Ba’s, Obasi’s oder Ibisevic’s solch fertige Spieler wie Möller, Sammer, Cesar oder Amoroso gewesen? Mitnichten. Hoffenheim kaufte junge, erfolgshungrige und entwicklungsfähige Spieler. Spieler, die der Bundesliga nach dessen Aufstieg ein ganz anderes Flair einhauchen konnten. Und das wird bemängelt, weil es dem traditionellen Fan zu schnell geht? Scheinbar.
Der Spott und die Häme gegen Hopp schlug so hohe Wellen, dass am Samstag in Dortmund höchste Alarmstufe galt. Die Folge war, dass selbst im Bahnhof Hundertschaften von Polizei oder Security vor Ort war und schon da alle Fans “durchleuchtete”. Schade. Solcher Aktionismus, der von Nöten war aus Angst vor Übergriffen, stellen den sportlichen Wert komplett in den Schatten. Und das nur, weil ein ehrbarer Mann wie Hopp sich einfach nur engagiert. Es wäre schön, wenn es mehr von solchen Typen gäbe, die ihr Engagement in dieser Form nutzen würden, statt sich nur der Vermehrung ihres hohen Geldstamms zuzuwenden. Denn es gibt einen großen Unterschied, Hopp ist längst kein Typ, wie derer, die sich in England einkaufen. Kein Öl- und Gasmogul, der den gekauften Verein als Spielzeug nutzt. Hopps Bestreben ist es, dass sein investiertes Geld sich reinvestiert.

Wollen wir hoffen, dass ihm das gelingt und seine Kritiker sich eine Änderung ihrer Meinung vorbehalten.

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